die Kunst, das Schwert zu führen

Die Japanische Schwertkampfkunst
unserer Schule, Muso Jikiden Eishin Ryu,
wird seit dem 15. Jhd. von Meister
zu Schüler direkt weitergegeben.
Wir üben nach dieser Tradition, sowohl im
Zweikampf, als auch in Einzelkatas
mit Iaito, Bokken ( Schwert )
und Naginata ( Schwertlanze ).
Der tiefere Sinn dieses Übungsweges ist die
Entwicklung der Persönlichkeit.
Mut, Entschlossenheit, Geduld,
Hilfsbereitschaft, Selbsterkenntnis, Disziplin,
Aufrichtigkeit und Achtung vor anderen
sind Qualitäten, die wir für ein
selbstbestimmtes, verantwortungsvolles Leben
in Gemeinschaft brauchen.
Wir kämpfen nicht gegeneinander, sondern
unterstützen uns gegenseitig, diese Werte und
innere Stärke zu entwickeln.
Bei uns gibt es weder Prüfungen noch Wettkämpfe.


Ishin – ein Herz, ein Geist
ist das Motto unserer Schule





aus einem Interview mit Sekiguchi Komei sensei:

"Iaido ist Selbsterforschung….Budo ist etwas nicht Sichtbares, eine unsichtbare Tür.
Man kann es nicht sehen.Man muss es selber erleben und selber fühlen.
Es ist wichtig, dass man nicht nur die Form übt, sondern dass man auch die Seele, das Unsichtbare, versteht….."





aus einem Wortwechsel eines Besuchers mit Hori Kintayu (1688-1755)
für ihn war der Schwert-Weg ein Mittel der spirituellen Verwirklichung und der Charakterschulung:

"Die eigentliche Sache kann niemals von einem Mensch an einen anderen übermittelt werden. Alle technische Übung ist dazu da,
den Schwertfechter eben dies schließlich sehen zu machen. Und bloße Gelehrsamkeit bewirkt auch nicht viel.
Ihr mögt alle Bücher über diesen Gegenstand der spirituellen Schulung und Verwirklichung lesen, doch letzten Endes geht es darum,
das Geheimnis unseres Daseins wirklich ganz zu durchdringen. Und das kann nur von innen her geschehen.
Kommt es von außen, so ist es nicht wahrhaft euer,sondern gehört einem anderen"




Gedicht über das Geheimnis seiner Schwert- Kunst- Schule
von Yagyu Tajima no kami Munenori
(1573-1645)

"Wisse, dass hinter der Technik der Geist steht.
Es dämmert,
öffne das Schiebefenster,
und sieh, der Mond scheint herein!"²

Quelle¹,²: Zen und die Kultur Japans Daisetz T. Suzuki